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Impressionen von Manfred Kluth - Künstler aus Weingarten

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Investitionen ins Seniorenzentrum

Aus der BZ vom 02.12.2014

Investitionen ins Seniorenzentrum

Arbeiterwohlfahrt will in Weingarten sanieren und erweitern.

WEINGARTEN. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) will ihr Seniorenzentrum in der Sulzburger Straße 2 bis 6 sanieren und umbauen. Aus bisher 163 betreuten Wohnungen sollen bis zu 180 werden.

Die 46 Plätze im Martha-Fakler-Pflegeheim werden auf bis zu 79 erweitert. Zusätzlich soll ein neues Punkthaus mit 32 Wohnungen entstehen. Die Sanierungskosten werden auf bis zu 18,5 Millionen Euro geschätzt, dazu kommen 4,5 Millionen Euro für das Punkthaus. Die Pläne kamen am Freitag in der Bürgerwerkstatt für den Rahmenplan Weingarten-West gut an. Auch wenn die Gebäude in die Jahre gekommen sind: Das Konzept sei nach wie vor sinnvoll, betont Freiburgs AWO-Vorsitzender Hansjörg Seeh. Die bewährte Kombination soll bleiben: Zum einen Wohnungen für Ältere, zum anderen ein Pflegeheim – und als Drittes eine Begegnungsstätte für alle. 1977 und 1978 entstanden in der Sulzburger Straße 122 Ein-Zimmerwohnungen mit 33,5 bis 43,5 Quadratmetern und 41 Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 45,5 bis 72,5 Quadratmetern. Die derzeitigen Kaltmieten liegen für die Ein-Zimmer-Wohnungen bei einem Quadratmeterpreis von 5,64 bis 6,08 Euro pro Monat. Bei den Zwei-Zimmer-Wohnungen ist der günstigste Quadratmeterpreis 4,99 Euro, der teuerste 5,67 Euro. Auch nach der Sanierung sollen die Mieten bezahlbar bleiben, genaue Zahlen gibt es noch nicht. Dringende Veränderungen stehen beim Martha-Fakler-Pflegeheim an: Dort leben derzeit 46 Menschen in 14 Einzel- und 16 Doppelzimmern. Ab 2019 sind in Baden-Württemberg keine Doppelzimmer mehr erlaubt – doch wenn die AWO einfach nur alle bestehenden Räume in Einzelzimmer umwandeln würde, wäre der Betrieb des Pflegeheims mit nur noch 30 Bewohnern wirtschaftlich nicht mehr möglich. Es müssen also neue Zimmer für das Pflegeheim geschaffen werden. Das soll wahrscheinlich im ersten und zweiten Stock in den derzeitigen Seniorenwohnungen in der Sulzburger Straße 6 geschehen. Um diese Wohnungen zu ersetzen, ist wiederum ein Ausbau der bisherigen Attika-Dachgeschosse, die jeweils nicht die gesamte Grundfläche des Gebäudes umfassten, in voll ausgebaute Geschosse geplant. Außerdem wird das Haus in der Sulzburger Straße 4, das bisher niedriger als die anderen war, um ein Stockwerk aufgestockt und wird dann ebenfalls sechs Geschosse umfassen.   Finanziert werden sollen die Sanierungs- und Umbaupläne mit 30 Prozent Fördermitteln aus dem Bundesprogramm "Soziale Stadt". Doch wo sollen die bisherigen Bewohner während der Bauarbeiten wohnen? Um da zumindest teilweise Ausweichmöglichkeiten zu schaffen, soll zuerst das neue Punkthaus mit 32 Wohnungen entstehen, in das die Bewohner vorübergehend einquartiert werden können. Wenn alles wie vorgesehen klappt, wird mit dem Bau des Punkthauses frühestens Ende 2015 begonnen, ab 2017 starten dann in den bestehenden Gebäuden Sanierung und Umbau. Nach fünf bis sechs Jahren soll alles fertig sein.   Bei den Besuchern der Bürgerwerkstatt zum Rahmenplan Weingarten-West kamen die Pläne gut an. "Die AWO-Einrichtung haben wir in Weingarten immer dringend gebraucht und brauchen sie weiter", brachte es Gerd Sanders, der stellvertretende Vorsitzende des Bürgervereins, auf den Punkt. Das AWO-Vorhaben war eines von zwei Hauptthemen des Treffens. Zudem ging es um Pläne für die Entstehung von 120 Eigentumswohnungen und einen Quartierstreff anstelle von "Haus Weingarten"

Link zum Artikel in der BZ.