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Impressionen von Manfred Kluth - Künstler aus Weingarten

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Stadtverwaltung will 120 neue Wohnungen in Weingarten schaffen

Aus der BZ vom 02.12.2014

Stadtverwaltung will 120 neue Wohnungen in Weingarten schaffen

Rahmenplan Weingarten-West

In Weingarten sollen 120 neue Eigentumswohnungen für Menschen mit mittleren und unteren Einkommen entstehen. Diese Pläne der Stadtverwaltung stießen am Freitagabend bei einer Bürgerwerkstatt zum Rahmenplan Weingarten-West auf

Zustimmung, ebenso die Überlegung, dass die neuen Eigentümer in Baugruppen bauen könnten. Konkretere Entscheidungen fallen aber erst noch – im Gemeinderat. Und: Der einst von der Freiburger Stadtbau geplante, heftig umstrittene Achtstöcker an der Ecke Binzengrün/Sulzburger Straße wird verschoben. Kann jeder mitbauen? Wie viel wird es kosten? Wie viele Geschosse sollen die insgesamt sechs neuen Gebäude haben? Die Fragen in der Arbeitsgruppe der Bürgerwerkstatt gehen in die Details. Vieles steht derzeit aber noch nicht fest. Klar ist nur: Die Stadtverwaltung will 120 Eigentumswohnungen schaffen.   Das soll an zwei Orten geschehen: Drei der sechs Häuser sollen auf das Gelände vom Haus Weingarten – das voraussichtlich im Jahr 2020 abgerissen wird – gebaut werden. Die anderen drei Häuser sind südlich vom Hochhaus Binzengrün 34 geplant. Sie sollen um die dortige Tiefgarage der Freiburger Stadtbau herum entstehen. In jedem der sechs neuen Häuser sollen rund 20 Wohnungen unterkommen. Bisher sind für die Gebäude jeweils vier Geschosse vorgesehen, es wären aber auch fünf möglich, erläutert Gabi Lebherz aus dem Stadtplanungsamt. Dessen Leiter Roland Jerusalem freut sich, dass die Pläne bei den Teilnehmern der Bürgerwerkstatt gut ankommen. Weingarten hat 49,1 Prozent aller geförderten Wohnungen   Zwar fragen Einzelne nach, warum nicht statt Eigentumswohnungen günstige Mietwohnungen geschaffen werden, die in ganz Freiburg Mangelware sind. Doch solchen Einwänden hält Zinaida Nabulsi, die Vorsitzende des Bürgervereins, Zahlen entgegen: 49,1 Prozent der öffentlich geförderten Wohnungen seien in Weingarten – so viele hätten 15 andere Stadtteile zusammen. Der Anteil von Eigentumswohnungen liege in Weingarten bei weniger als fünf Prozent.   Diese Zahlen haben bei der Stadtverwaltung Eindruck hinterlassen. Roland Jerusalem betont, dass inzwischen überall in der Stadt stärker auf eine "soziale Mischung" geachtet werden soll. Die Eigentumswohnungen in Weingarten sollen sich an Menschen mit mittleren und unteren Einkommen richten. Sie sind ausschließlich für Eigennutzer gedacht, nicht für Investoren. Damit die Kosten halbwegs erschwinglich werden, könnten sich die neuen Eigentümer zum Beispiel in Baugruppen zusammentun. Das Beratungsunternehmen "Bürgerbau" hat im Auftrag der Stadtverwaltung eine Art Machbarkeitsstudie erstellt. Demnach könne man im Vergleich zum Bauen mit Bauträgern mindestens 10 bis 15 Prozent sparen, sagt der "Bürgerbau"-Sprecher André Heuss. Das weitere Vorgehen könnte nun so aussehen: Bis Sommer 2015 entscheidet der Gemeinderat über den Rahmenplan Weingarten-West – und auch über die Frage, ob es tatsächlich Baugruppen geben wird. Danach startet das Verfahren zum Bebauungsplan, das rund eineinhalb Jahre dauern wird. Während dieser Zeit sollen sich bereits Baugruppen zusammenfinden. Wenn dann zügig gebaut wird, könnten die ersten neuen Wohnungen Ende 2018 fertig sein. Sobald die baurechtlichen Entscheidungen gefallen sind, soll es mit Infoveranstaltungen weitergehen.   Auf dem Gelände vom Haus Weingarten würde alles langsamer voranschreiten. Das Haus Weingarten nämlich wird voraussichtlich erst 2020 abgerissen (die BZ berichtete mehrfach). Es soll durch einen Quartierstreff ersetzt werden, der im Erdgeschoss eines weiteren neuen Gebäudes unterkommen soll. In den Obergeschossen soll Platz für Wohnungen und Büros sein – möglicherweise auch für den im "Haus Weingarten" beheimateten Verein "Nachbarschaftswerk".

Link zum Artikel in der BZ.